Christian John

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Entscheidungen treffen, die das Leben bestimmen

Das Für und Wieder um die „richtige“ Entscheidung zu treffen

Die Verantwortung für die eigenen Entscheidungen zu übernehmen, ist eine Eigenschaft, die wir früher oder später alle erlernen müssen. Nun ist es jedoch so, dass uns manche Optionen als nahezu gleichwertig erscheinen, wenn man eine einfache Pro und Kontra Liste erstellen würde. Ich bin der Meinung, dass eine höhere Bildung uns diese „Entscheidung für eine Entscheidung“ nicht einfacher macht, ja noch im Gegenteil eventuell zu viel des Nachdenkens am Ende sogar schädlich sein kann.

Ich denke dann jedes Mal auch bei mir persönlich, dass ich es mir selber zu schwer mache mit den Entscheidungen, andererseits bin ich mir natürlich über die Tragweite, einen bestimmten Weg zu wählen, bewusst. Mein Gefühl war in jedem Fall: je näher man auf die 30 zugeht, desto mehr Gedanken macht man sich über seine Entscheidungen und die daraus resultierenden Szenarien in der Zukunft. Ich habe des Öfteren den Eindruck, dass „sich zu viele Gedanken machen“ in der Tat nicht zwingend zu positiveren Ergebnissen führen muss. Ganz im Gegenteil kenne ich einige Menschen, deren Vorgehen einer gewissen Leichtigkeit entspricht, von der ich, bezogen auf mein eigenes Leben, eigentlich nur träumen kann. Die Frage, die sich mir an diesem Punkt immer zwingend stellt, lautet: Macht sich der/die eigentlich überhaupt keine Gedanken und lässt alles auf sich zukommen oder aber hat er so einen detaillierten „Lebensplan“ im Kopf, dass ihn nichts davon abbringen kann und er stur seinem Ziel folgt?

Konkret meine ich damit die Aufgabe, die sich ein Jeder selber als Lebensinhalt geben möchte. Da ich mich viel mit Entrepreneurship befasse, kommt dann an dieser Stelle, in der ich mich in meinem Leben gerade befinde, genau die Frage danach, ob ich „mein eigenes Ding“ mache (wozu mir mein Umfeld ständig rät) oder ob ich zunächst noch ein wenig „Erfahrung“ sammeln soll, um dann besser gerüstet das eigene Projekt umzusetzen.

 


Photo via Visualhunt.com

Die Entscheidung: Fulltime-Job oder das eigene Projekt

In den letzten Monaten habe ich die 30 überschritten und mache mir also zunehmend Gedanken über das, was so in den nächsten 20 Jahren auf mich zukommen möge und wie viel ich davon selbst bestimmen und lenken kann.  Einerseits lässt mich der Gedanke an das eigene erfüllende Projekt nicht mehr los andererseits habe ich noch dieses urdeutsche Perfektionsverlangen in mir und fühle mich noch nicht gerüstet. Mir stellt sich dabei immer häufiger die Frage, wann denn nun der richtige Zeitpunkt wäre? Kann man so etwas überhaupt genau planen?

Für mich stellt sich dazu aktuell ein Trade Off dar. Einerseits habe ich das Gefühl, dass mir die Zeit davon läuft, ich aber dennoch ein wenig mehr Berufserfahrung sammeln möchte, andererseits kann ich es eigentlich kaum erwarten, etwas Eigenes zu starten.

Viel wichtiger ist für mich in der aktuellen Situation jedoch die Entscheidung für den einen oder gegen den anderen Job. Ich habe mich jetzt also dazu entschieden, noch ein wenig Berufserfahrung zu erlangen. An dieser Stelle kommt aber ein weiterer Trade Off ins Spiel. Ich habe mehrere Angebote, aber alle haben ihre Vor- und Nachteile. Es ist wirklich verzwickt und zu allem Übel kommt noch dazu, dass es keinen festen Zeitpunkt gibt, zu dem man sich in aller Ruhe über alle Möglichkeiten im Klaren werden kann.

Da jedes Unternehmen  seinen Bewerbungsprozess unterschiedlich schnell durchführt, wird meiner Meinung nach die Entscheidung zusätzlich verzerrt und Unternehmen, die vielleicht später reagieren, aber das inhaltlich viel bessere Angebot machen könnten, kann ich gar nicht mehr wahr nehmen.

Nun stehe ich also vor der Entscheidung: Zusage für das eine Angebot, oder Abwarten und das andere Angebot annehmen. Einige Opportunitäten haben noch gar nicht reagiert, sind dies vielleicht die richtigen? Ich werde es wohl nie erfahren…

Vom (Un)Glück des Tüchtigen

Es wird mal wieder Zeit

Nun ist es schon einige Monate her, dass ich meinen letzten Blogbeitrag verfasst habe. Geschuldet ist es der vielen Arbeit und ein Stück weit natürlich auch meiner eigenen Faulheit. Also Schande über mich!

Manchmal schleicht sich da jedoch eine gewisse Überlegung der Zielführung des eigenen Tuns und Handelns mit ein. Ist es das alles wert? Das Gefühl, viel Aufwand für eine Sache zu betreiben, aber vom Glück verlassen zu sein und nicht die Früchte zu ernten, wie es einem vermeintlich zusteht, hat mich dabei schon mehrmals in meinem Leben bestiegen. Ich war nie ein Mensch, der Arbeit gescheut hat, wenn es etwas anzupacken gab und Hilfsbereitschaft ist ein Teil meines moralischen Wertekanons.

Manche Menschen werden vom Glück regelrecht verfolgt

Mich beschleicht jedoch hin und wieder das Gefühl, dass andere Menschen in meinem Umfeld wesentlich weniger Aufwand betreiben und hilfsbereit sind, aber unter dem Strich sogar einen wesentlich höheren Nutzen erhalten als ich. In den vergangenen Jahren war das sogar zwei Mal richtig der Fall und je älter ich werde, desto mehr Gedanken mache ich mir um diesen Umstand. Es geht dabei teilweise um nicht weniger als wegweisende Vorteile, die über ganze Lebensabschnitte bestimmen können.

Ich kann wirklich davon sprechen, Leute zu kennen, denen ohne eigenes Zutun das Glück im wahrsten Sinne des Wortes einfach in den Schoß fällt. Ich hingegen habe bisher an den gleichen Wendepunkten des Lebens immer den langen Weg beschreiten müssen und musste mich zudem noch mit mehreren schlechteren, aber gleichwertigen Optionen befassen.

Was ich ändern werde

Ich bin nach langem Nachdenken zu dem Schluss gekommen, dass ich die Schuld dafür natürlich nicht bei anderen suchen kann, viel mehr ist es wahrscheinlich mein eigenes Problem, indem ich viele Dinge zu genau machen und möglichst wenig dem Schicksal, dem Glück, dem Zufall oder wie auch immer man es nennen will, überlassen möchte. Vielleicht habe ich auch einfach nur Pech oder bin eben zur berühmten falschen Zeit am falschen Ort, denn in der Regel sind solche Umstände meist personen- und beziehungsabhängig. Dementsprechend habe ich mir überlegt, in Zukunft einfach weniger über die Konsequenzen von Entscheidungen nachzudenken und mich etwas mehr treiben zu lassen. Zudem ist es wohl eindeutig besser, einen Teil meiner Uneigennützigkeit zugunsten meiner persönlichen Vorteile abzulegen. Dies ist sicherlich nicht im Sinne unserer Gesellschaft, aber leider scheint die Welt heutzutage nur so zu funktionieren.

Die eigenen Vorteile in den Fokus zu rücken, scheint mir oft gar nicht so möglich oder aber ich habe den Dreh einfach noch nicht heraus. Wie kann man es erreichen, aus allen Projekten, bei denen man mit Herzblut dabei ist, dennoch für sich selbst und gerade deswegen, das meiste heraus zu holen? Das Problem liegt wie so oft in der Entscheidung selbst, man sieht erst am Ende des Prozesses, ob sie richtig oder falsch war.

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trauriger Affe

Auf der ständigen Suche nach Veränderung

Langeweile, ein Zustand den wir alle nicht mögen und nur ungern beibehalten.

Wodurch entsteht dieses Gefühl eigentlich?

Seit einigen Jahren bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass mir besonders in einem Job-Kontext schnell langweilig wird, sofern ich die immer wieder gleichen Tätigkeiten, geradezu wie ein Roboter, ausführe und keine Abwechslung und Veränderung spüre. Sobald ich für mehr als 6 Monate die annähernd gleiche Tätigkeit ausführe, verringert sich drastisch meine Aufmerksamkeitsspanne und meine Produktivität sowie Arbeitsqualität sinken inakzeptabel. Dies ist nach meiner persönlichen Sichtweise auch ein Grund dafür, warum mich Entrepreneurship und Unternehmertum so reizt und begeistert. Ich brauche ständig neue Herausforderungen, um deren Lösungen zu entdecken oder von anderen aus meinem Umfeld einen Weg dorthin aufgezeigt zu bekommen. Ich könnte von dieser Perspektive aus gesehen also niemals ein Spezialist für irgendetwas werden. Ich fühle und denke wie ein Generalist und mache mir einerseits zwar auch um die Details Gedanken, in der Regel spielt für mich aber das große Ganze die entscheidende Rolle bzw. hab ich irgendwie immer einen Blick dafür. Irgendein Teil eines Unternehmens sein? No fu****g way! Ein Unternehmen oder eine Organisation in seinen Teilen und Funktionsweisen zusammensetzen, aufbauen und verstehen? Sofort und immer wieder gerne!

Auf der anderen Seite bin ich im Privaten ganz gegensätzlich ein relativ starkes Gewohnheitstier und vertraue dort eher dem Status Quo mit durchschnittlichen konservativen Ansichten, geradezu spießbürgerlich, könnte man behaupten. Ich mag den Gedanken vom eigenen Haus mit Pool in der Vorstadt und allem was man sich darunter noch vorstellen kann.

Lässt sich das vereinbaren? Ich denke schon!

Erst gestern habe ich einen Mitarbeiter eines sehr bekannten Berliner Startups kennen gelernt. Er berichtete in geselliger Runde von seiner neuesten Leidenschaft, dem eigenen GARTEN.
So treffen also durchaus absolute Idylle im Grünen und dynamischer Startup-Alltag aufeinander. Vielleicht brauch es aber genau das, den berühmten AUSGLEICH oder die Work-Life-Balance. Ich könnte mich jedenfalls sehr gut mit einem eigenen Garten anfreunden.

Relaxen im Garten bei einem kühlen Caipirinha

Relaxen im Garten bei einem kühlen Caipirinha

Veränderung im Kopf?

Ich kenne mich mit der Krankheit ADS nicht aus und habe mich bisher auch nicht tiefgreifender damit auseinandergesetzt, aber ich denke an einigen Punkten ernsthaft darüber nach ob ich eine leichte Form von ADS auch im Erwachsenenalter habe. Laut den hier genannten Symptomen spricht nach kurzer Recherche wohl einiges dafür. Menschen die mich kennen, können ja gerne einmal vergleichen.
So gibt es Tage, da könnte ich ohne Pause Punkt und Komma wie besessen für welches Projekt auch immer arbeiten. Dann gibt es aber wieder Tage (wie heute), wo ich es gerade einmal schaffe, diesen Blog-Artikel zu verfassen, obwohl ich auch andere Dinge im Terminkalender stehen habe, die zwar nicht dringlich sind, dennoch aber für einen interessanten Tagesablauf gesorgt hätten und mir eine Veränderung des Zustands Langeweile garantieren würden.

Wie auch immer, ich habe ja noch den ganzen Abend, um noch etwas aus dem Tag zu machen!

Tel Aviv und die Startup Nation Israel Mai 2015

Eine Gründertour ins gelobte Land

Als kleine Belohnung für meinen Masterabschluss machte ich vom 07.05. bis 17.05.2015 einen „gemischten“ Urlaub in Tel Aviv. Angenehme Strandtage wechselten sich mit Besuchen bei Inkubatoren, Startups, Acceleratorprogrammen und einer Bürovisite eines Venture Capital-Gebers in Jerusalem ab. Die von START Berlin organisierte Gründertour drehte sich fünf Tage lang um Mentalitätsunterschiede zwischen Israel und Deutschland, staatlich verordneter Hacker- und Programmierausbildung beim Militär und sehr IT-getriebenen Unternehmensgründungen mit extrem smarten Leuten in der selbsternannten Startup Nation Israel. Den Titel als zweites Silicon Valley gibt es wirklich nicht unverdient!

Eine Welt der Gegensätze

Die besondere Anziehungskraft von Tel Aviv entsteht vielleicht durch sein polarisierendes Leben. Hier treffen orthodoxe Juden auf homosexuelle Paare und typisch orientalische Märkte auf die neueste digitale Software und Online-Startups. Man merkt wirklich, dass man sich hier auf einem schmalen Grat zwischen Nahem Osten, Religionen und Traditionen einerseits aber auch neuen Technologien, Hochhäusern und westlich geprägten Lebensweisen andererseits befindet.

Zwischendurch war immer wieder Zeit, um sich über die fast schon unverschämt hohen Preise in dieser pulsierenden Metropole zu ergötzen. Diese Stadt trägt zurecht den Titel „teuerste Stadt im Nahen Osten“. Wer zahlt schon gerne mehr für ein israelisches Bier, als ein bayerisches auf dem Münchner Oktoberfest?

Die restlichen fünf der 10 Reisetage verbrachten wir zu großen Teilen an unserem Strand in Bat Yam, was auf der Karte zwar noch wie ein Teil von Tel Aviv aussieht, aber eigentlich schon wieder eine ganz andere Stadt ist. Dennoch dauerte der Transfer mit den doch sehr pünktlichen Linienbussen im Bestfall weniger als 30 Minuten.

Anbei seht ihr ein paar Eindrücke von meinem Aufenthalt.

Sonnenuntergang Tel Aviv Beach

Sonnenuntergang Tel Aviv

Klagemauer Jerusalem

Klagemauer Jerusalem

Klagemauer und Felsendom

Klagemauer und Felsendom

Gassen mit Basar in Jerusalem

Gassen mit Basar in Jerusalem

Tel Aviv - nur 400.000 Einwohner?!

Tel Aviv – nur 400.000 Einwohner?!

Herzlich Willkommen auf meinem Webauftritt!

Ich habe mir nun endlich vorgenommen, einmal selber den Schritt in die Webentwicklung zu wagen, da mein derzeitiges Umfeld das einfach stark fördert und möglich macht.

An dieser Stelle bedanke ich mich schon einmal für die vielen Antworten von meinen Spezis, die es in der Zukunft auf meine unzähligen Fragen geben wird.

© 2016 Christian John

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